Der totale Rausch

Packend wie ein Thriller, wissenschaftlich akkurat recherchiert
und grandios erzählt – die erste umfassende Untersuchung der Drogenrealität im Dritten Reich.
Ein augenöffnendes Buch, das von den Anfängen 1933 bis zum Untergang 1945 die Geschehnisse im Nazi-Staat und auf den Schlachtfeldern Europas unter einem neuen, erhellenden Blickwinkel schildert.

Über Drogen im Dritten Reich ist bislang wenig bekannt. Norman Ohler geht den Tätern von damals buchstäblich unter die Haut und schaut direkt in ihre Blutbahnen hinein. Arisch rein ging es darin nicht zu, sondern chemisch deutsch – und ziemlich toxisch. Wo die Ideologie für Fanatismus und »Endsieg« nicht mehr ausreichte, wurde hemmungslos nachgeholfen, während man offiziell eine strikte Politik der »Rauschgiftbekämpfung« betrieb.

 

Weitere Bücher

 

Stadt des Goldes

„Was Gott geschaffen hat, ist jedenfalls ein großes Kunstwerk. Denn es bringt uns zum Weinen.“

Unmittelbar nach Ende der Apartheid zieht die junge Lucy Tshabalala von Soweto nach Johannesburg. Sie landet in Ponte City, dem inoffiziellen Wahrzeichen der Stadt: einem 54 Stockwerke hohen Wohnturm der Träume und Schrecken – dem angeblich gefährlichsten Hochhaus der Welt. Dort trifft Lucy auf Umshlanga, einen charismatischen Gangster, der sie als Drogenkurierin in die USA schickt – mit fatalen Folgen … Jahre später kehrt Lucy nach Ponte City zurück. Ihr folgt Roman Kraner, ein Hustler-Reporter aus Berlin, der nur mal schnell ans Ende der Welt reisen wollte, um ein bisschen Spaß zu haben. Doch Lucy hat noch eine Rechnung offen, und plötzlich geht es um Leben und Tod.

Ein urbaner Abenteuerroman, zugleich ein spannendes Porträt von Johannesburg: einer Stadt im Umbruch – einer Stadt am Rande des Abgrunds.

„Ohlers Romanhelden sind Nachfolger von Kafkas Landvermesser und Joseph Conrads Kolonialbeamten, die in den Irrgarten einer entgrenzten Ordnung geraten.“ – Der Tagesspiegel

Das Making Of zum Roman

 
 

Mitte

„Jetzt laufen die kostbaren Stunden, in denen sich die Durchschnittsmonster in ihren Schwarzweißalbträumen wälzen. Jetzt ist die Stadt unter Sonderbeleuchtung. Ihre Narben, die Einschusslöcher am Hackeschen Markt: künstlich bestrahlt.“

MITTE enthüllt das Geheimnis eines alten Hauses, das vom Speicher bis zum Keller voller Geschichten steckt: ein Buch der starken Bilder, ein eindrucksvolles Beispiel für die gestalterische Kraft der Phantasie, das in der jungen deutschen Literatur seinesgleichen sucht.

Klinger ist mit seiner Medienkarriere in London gescheitert und zieht nach Berlin. Auf der Suche nach einer billigen Bleibe gerät er an ein verfallenes Haus am Hackeschen Markt. Von diesem Ort magisch angezogen, unterschreibt er den kuriosen Mietvertrag: Keinesfalls darf er die Gegenstände anrühren, die sein Vormieter in der Wohnung zurückgelassen hat. Bald nach seinem Einzug geschehen merkwürdige Dinge: Klinger hört eine Stimme, die ihm immer näher zu kommen scheint. Auf Schritt und Tritt verfolgen ihn rätselhafte Botschaften. Nachts quält ihn Schlaflosigkeit. Eines Tages schließlich trifft er in den Zimmerfluchten auf Igor, einen genialischen Musiker und Computerfreak, der mit Ketamin experimentiert, der angeblich stärksten Droge der Welt. Der stille Mitbewohner taucht stets unerwartet auf, um dann wieder spurlos zu verschwinden. Langsam begreift Klinger, dass Igor ein Anarchist und Romantiker ist, der sich gegen die jüngsten Entwicklungen in der Hauptstadt sträubt und nur ein Ziel kennt: den Kampf um Mitte für sich zu entscheiden - und Klinger zum Verbündeten zu machen. Doch als sich beide in dieselbe Frau verlieben, geht der Kampf erst richtig los.

„Fest steht, dass Norman Ohler virtuos mit Sprache umgeht.“ DIE ZEIT

„Ohler hat den altehrwürdigen Expressionismus wieder an die Energiequellen der Gegenwart angeschlossen. Ein Meisterstück.“ DER SPIEGEL

„Das Buch liest sich so, wie man einen spannenden Film guckt und nicht ausschalten kann, auch wenn man längst ins Bett müsste.“ die tageszeitung

„Norman Ohler hat die perfekte, sprachgewaltige gothic novel des wieder vereinigten Deutschland geschrieben.“ DIE WELT

"Elektronischer Expressionismus. Präzisionsekstase. In diesem Buch spukt es. Und es ist ein altes Wort, das vielleicht am besten seine Mitte trifft: Fantastisch." DIE ZEIT

"Dies ist der Hauptstadtroman." polylux, ARD

Ein Essay zum Buch

 

Die Quotenmaschine

Willkommen zu: Die Quotenmaschine. Willkommen in Manhattan, wo die Quotenmaschinisten frei durch die nächtliche Stadt flottieren, mit Drogen vollgepumpt, in sexueller Ekstase oder sonstwie auf der Flucht vor der Geschichte, den eigenen Biographien, der alltäglichen Beschreibung. Willkommen in der Welt von Maxx Rutenberg, dem stummen Detektiv, der die Geschichte zusammenhält und wieder gehen läßt, Welt und Cyberwelt vermischt, um der eigenen Identität auf die Spur zu kommen. 

Die Quotenmaschine, veröffentlicht 1995 als erster Hypertext-Roman weltweit, gilt als erster Internetroman der Literaturgeschichte.

Die Online-Version wird vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach archiviert.

„Norman Ohler ist mit dem Internet-Krimi Die Quotenmaschine ein Roman mit Witz, Selbstironie und erstmals einer dem neuen Medium adäquaten Sprache gelungen.“ DER SPIEGEL

"Ohler erklärt die ganze abendländische Geistesgeschichte für Schrott. Am besten, wir stellen das Buch ins Regal und lesen es in fünf Jahren wieder." Süddeutsche Zeitung

"Literatur gewinnt im immer schneller werdenden Trendzeitalter durch solche Bücher." DIE WELT

"Der deutschen Sprache wird eine neue Geschwindigkeit gegeben." die tageszeitung

"Bis man weiß, wie man DIE QUOTENMASCHINE einschätzen soll, braucht es einige Zeit." Junge Welt

"Dieser Debütroman birst vor Energie." Der Tagesspiegel

"Wer sich auf diese Sprache einlässt, wird von dem Sog, den sie entwickelt, unweigerlich mitgerissen." Hamburger Abendblatt

"Abschalten können Sie woanders." Berliner Zeitung

"Norman Ohler führt mit seinem Erstling einen ungewohnten Ton in die deutsche Literatur ein." Neue Zürcher Zeitung

 

Der Stadtschreiber von Ramallah

Im Herbst 2004 war Norman Ohler Stadtschreiber in Ramallah und berichtete über das tägliche Leben der Palästinenser. Dabei führte er das letzte Interview mit Jassir Arafat kurz vor dessen Tod.

Seine Beiträge wurden von DIE ZEIT online veröffentlicht; sie können im deutsch-arabischen Literaturforum MIDAD nachgelesen werden.

2005 fungierte Norman Ohler auch als Stadtschreiber von Tel Aviv und Jerusalem.