dpa schreibt, es sei ein Rückschritt, die NS-Diktatur über eine Darstellung Hitlers erklären zu wollen. Ich säße dadurch der Selbststilisierung des „Führers“ auf und verharmlose den NS-Staat. Ich sehe das anders. Im ewigen Historikerstreit, ob das Persönliche einer historischen Person geschichtlich relevant ist oder es viel eher um die Verhältnisse geht, vor denen die großen Helden, Versager oder Täter nur wie austauschbare Puppen agieren, sollen im „Totalen Rausch“ beide Seiten zu ihrem Recht kommen. 

Wenn meine zentrale These lautet, dass Drogen im Dritten Reich als künstliches Mobilisierungspotenzial genutzt wurden, um die mit der Zeit nachlassende Motivation auszugleichen und die Führungsclique funktionsfähig zu halten, betont das Buch, dass dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte nicht etwa deshalb derart entgleiste, weil zu viele Suchtmittel eingenommen wurden. Diese verstärkten nur, was ohnehin angelegt war.

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